Wupper

Wo ist das Wupperwasser? Teil II

Spundwand: in der WupperSpundwand: in der Wupper

Flussseite des GewaltschützesFlussseite des Gewaltschützes

Wo das Wasser der Wupper geblieben ist, da fehlt immer noch eine gute Erklärung …
Nutzt der Bauer es zur Bewässerung seiner Felder? Staut man vorsorglich für das nächste Wupperflößen?

Stöpsel gezogen

Vor Monaten wurde in der Presse die von den Kanuten in die Welt gesetzte Vermutung kommuniziert, dass die Solinger Stadtwerke ihnen das Wupperwasser abgraben würde. Gestern konnte ich ein paar Fotos schießen, die diese Überlegungen bestätigen könnten:

leerer Obergrabenleerer Obergraben

Normalerweise rauschen hier rund 5000 Liter Wupperwasser pro Sekunde durch die Botanik und den Rechen … geblieben ein kleines Rinnsal.

Wasserkraftwerk: ohne Wasser, nur noch ein BauwerkWasserkraftwerk: ohne Wasser, nur noch ein Bauwerk

Wo mag das Wasser geblieben sein?

Wer jetzt auf die Idee kommt, dass ein Spassvogel in einer Nacht und Nebelaktion das Gewaltschütz geschlossen hat, den muss ich enttäuschen:

offenes Gewaltschütz: des Auer Kottensoffenes Gewaltschütz: des Auer Kottens

Kann jemand eine Lösung für das abwesende Wasser anbieten?
Ich muss ersteinmal meine Stimme in die Urne werfen.

Über die Wupper in der Kohlfurth

Erlebnisweg Wupper: Über die WupperErlebnisweg Wupper: Über die Wupper

»Menschen und Tiere überqueren hier schon seit über Jahrhunderten den Fluss. Lange bevor 1363 die erste – wahrscheinlich hölzerne – Brücke entstand, nutzten regelrechte Karawanen von Tragtieren eine etwa 80 m nördlich gelegene Furt. Sie beförderten die in den Wäldern um Cronenberg gewonnene Holzkohle bis nach Köln. Vermutlich gab die „Kohlenfurt“ der Ortschaft ihren Namen. Als 1714 eine dreibogige steinerne Brücke entstand, sorgten bereits drei Mühlenbetriebe für lebhaften Verkehr. Zudem nutzten seit dem 17. Jahrhundert die Vohwinkler Fuhrleute den Weg, um Steinkohle aus dem Hattinger Raum nach Solingen und Remscheid zu liefern. In Kohlfurth konnten in dem im 15. Jahrhundert erbauten Gasthaus Brückenhof einkehren und ihre Pferde in der gegenüber liegenden Hufschmiede beschlagen lassen. Viele Wege zu den abgelegenen Raffinierhämmern im Tal waren nur mit Packpferden passierbar. Auch in Kohlfurth selbst hatte die Eisenverarbeitung Tradition. 1676 wurde an der Einmündung des Fleusmühler Baches ein Hammerwerk in Betrieb genommen, dem 1694 ein weiterer Reckhammer folgte. Später wurden Raffinierstahl, Stiefeleisen und Schustermesser hergestellt. Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich auch größere Betriebe angesiedelt. Anstelle der Steinbrücke entstand Anfang des 20. Jahrhunderts die heute noch vorhandene Eisengitterbrücke. 1914 bis 1969 befuhr sie die Straßenbahnlinie 5 von Solingen nach Cronenberg, die bis in die 1930 Jahre auch im Güterverkehr eingesetzt wurde.«

Quelle: Stele vor Ort, Regionale 2006

Wupperquerung in der KohlfurthWupperquerung in der Kohlfurth

Bevor ich es vergesse, die BiKB lädt ein: Offizielle Einweihung der „neuen“ Kohlfurther Brücke am 8. Mai 2010 ab 16:00 Uhr mit Hüpfburg, Kinderschminken, Oberbürgermeister begaffen, Festzelt und Feuerwerk. Highlight soll die neue Brückenbeleuchtung werden.

Auch über die Wupper gegangen: Brandruine der ehemaligen Gaststätte „Wuppertaler Hof“Auch über die Wupper gegangen: Brandruine der ehemaligen Gaststätte „Wuppertaler Hof“

Unbeachtet

Seit Monaten arbeitet man unbeobachtet von der lokalen Presse an der Instandsetzung des Wehres und an dem Neubau der Fischaufstiegshilfe. Hier ein paar Eindrücke am Standort Auer Kotten (180 Grad Schwenk):

Wupper am Wehr des Auer KottensWupper am Wehr des Auer Kottens

Wehr des Auer Kottens: Im Hintergrund die neue Fischtreppe / AufstiegshilfeWehr des Auer Kottens: Im Hintergrund die neue Fischtreppe / Aufstiegshilfe

Gewaltschütz des Auer KottensGewaltschütz des Auer Kottens

Hoffentlich können alle lesen und es verstehen

Flusskilometer 703: Wer badet da seinen Wurm?Flusskilometer 703: Wer badet da seinen Wurm?

Die Bezirksregierung Köln lässt am 30.3.2010 verlauten

Neuer Fischschonbezirk an der Wuppermündung

Die Obere Fischereibehörde der Bezirksregierung Köln hat im Mündungsbereich der Wupper und entlang des Rheinufers bei Rheindorf einen Fischschonbezirk zum Schutze des Atlantischen Lachses ausgewiesen. Dieses Schongebiet wird mit einem generellen Angelverbot für die Zeit vom 01.09. bis 31.12. belegt, da in diesem Zeitraum der Hauptaufstieg der Lachse erfolgt. Die entsprechende Verordnung wurde am 22.03.2010 im Amtsblatt veröffentlicht und tritt heute, am 30.03.2010 in Kraft.

Nach den beobachteten illegalen Lachsfängen an der Siegmündung im letzten Herbst hat die Bezirksregierung Köln beschlossen, die Lachse in den Mündungsbereichen der beiden Lachsgewässer Wupper und Sieg künftig noch wirksamer zu schützen.

Bei Niedrigwasser, wie es im Spätsommer und Herbst häufig auftritt, sammeln sich die aufsteigenden Lachse im tieferen Rhein vor der Wuppermündung. Sobald die Wupper wieder ausreichend Wasser führt, setzen die Lachse ihre Wanderung flussaufwärts fort.

Grundsätzlich ist die Entnahme von Lachsen illegal, weil es sich bei dem Lachs um eine geschützte FFH-Art handelt, die einer ganzjährigen Schonzeit nach der Landesfischereiordnung unterliegt. Lachse dürfen also nicht geangelt werden, andernfalls handelt es sich um Fischwilderei, die mit Geldstrafen bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.

Durch das generelle Angelverbot in der kritischen Zeit werden künftig sowohl gezielte als auch unbeabsichtigte Lachsfänge ausgeschlossen, so dass die rückkehrenden Lachse ohne unnötigen Stress oder körperliche Schäden zu ihren Laichgründen in der Wupper und Dhünn gelangen können

Der Verordnungstext kann mit der dazugehörigen Karte bei der unteren Fischereibehörde der Stadt Leverkusen oder auf der Internetseite der Bezirksregierung Köln unter Fischschonbezirke eingesehen werden.

Quelle: ( http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/presse/pressemeldungen/archi... 032/2010 vom 30.03.2010 10:30 Uhr)

Durch ein Verbot schließt man also aus. So so! Und ich dachte, man müsste Stop-Schilder aufstellen.

Wo die Wupper Schleifsteine antreibt

so titelt rp-online zu Ostern …

Schleifer am Großen SteinSchleifer am Großen Stein

Die Wipperkotten-Saison startet am Ostersonntag zwischen 14 und 16 Uhr. Von April bis Oktober ist der letzte per Wasserkraft angetriebene Schleifkotten an der Wupper an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet. Dabei zeigen Mitglieder des Fördervereins die Schleiferei Wipperkotten mit der historischen Wasserkraftanlage.

Das ganze Jahr über (mit Ausnahme des Montages) ist hingegen das Schleifermuseum Balkhauser Kotten jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Solingen: Wo die Wupper Schleifsteine antreibt (RP ONLINE, 03.04.2010)

Weitere Links zum Thema:

Korrekterweise müsste es heißen: Wo die Wupper Wasserräder antreibt !

Knoten der Erinnerung

geknotetes Blaugeknotetes Blau

Am Auer Kotten baut der Wupperverband seit einigen Wochen fast unbemerkt eine Aufstiegshilfe für Wanderfische (Fischtreppe). Gestern Mittag wurde das Fundament für die Kiesschleuse betoniert. Mehr dazu die Tage.

Fischtreppe: Bauzustand sehr weit fortgeschrittenFischtreppe: Bauzustand sehr weit fortgeschritten

Inhalt abgleichen