„Rums, da geht die Pfeife los!“

Vierter Streich ::

Also lautet ein Beschluß:
Dass der Mensch was lernen muss.

Rums, da geht die Pfeife los
Mit Getöse, schrecklich groß!
Kaffeetopf und Wasserglas,
Tabaksdose, Tintenfaß,
Ofen, Tisch und Sorgensitz
Alles fliegt im Pulverblitz.

Anschlag an einer Solinger Plakatwand: „Rums, da geht die Pfeife los!“Anschlag an einer Solinger Plakatwand: Rums, da geht die Pfeife los!“

Als der Dampf sich nun erhob,
Sieht man Lämpel, der - gottlob! -
Lebend auf dem Rücken liegt;
Doch er hat was abgekriegt.

Kann es sein, dass obiges Plakat eine Anspielung auf das neuerliche Gutachten ist, das die Tage der Bergischen Öffentlichkeit und den Musikern präsentiert wurde?

Orchester-Fusion: Kein Paukenschlag, nur leise Töne
Symphoniker: Gemeinsames Musizieren unerwünscht? (Solinger Tageblatt, 1.2.2011)

Erste effektive Einsparungen erst in zwölf bis 13 Jahren (Waterbölles, Montag, 7. Februar 2011)

Hat einer eine Idee, was so eine Studie oder Gutachten kostet? Was mich immer wieder wundert, dass dem Rathaus für die Wirtschaftsförderung der beteiligten Beratungsfirmen offensichtlich grenzenlos Geld zur Verfügung steht, während für alle anderen Förderung das Geld ein sehr rares Gut ist. Vielleicht sollte man die Bezahlung dieser Berater "erfolgsabhängig" gestalten; wobei der Nachhaltigkeitsfaktor nicht unberücksichtigt bleiben darf.

Beispielsweise kann die städtische Beteiligungsgesellschaft (BSG) mit 200.000 Euro den Arbeitsanreiz einer Aachener Beratungsfirma fördern, wenn es hingegen ums Kopierpapier für die Schulen geht, zeigt man auf die leeren Taschen bzw. Kassen. Solingen: Potenzial nicht ausgeschöpft (RP ONLINE, 01.02.2011) Was mag aus den Studien und den darin prognostizierten Ergebnissen geworden sein, die man mit Sicherheit zum Teilverkauf der Solinger Stadtwerke anfertigen ließ?

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Comments

Wilhelm Busch

...auweia. da hat Herr Tettinger doch ´mal wieder die Fahne der Vernunft hochgezogen...

Frei nach Beuys. jajaja-neinneinnein.

Kurz gefasst. du hast ´mal wieder Recht, da stimmt gar nix. Weder der Bild-Text Bezug, noch die Aussage zu dem beworbenen Objekt. Klassischer Fall von "you get what you pay for". Wenn der Auftraggeber schon doof ist - wie doof muss dann erst der Lieferant sein, den der Auftraggeber sich ausgesucht hat?

Vollpfeifen unter sich finden sich erst einmal gegenseitig ganz toll. (Oollee, Oollee etc.) -ist denn eigentlich schon wieder Sylvester?

Gruss
Jens

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