Impressums

Witzbolde unter uns? Oder meinen die Autoren es tatsächlich ernst?

Eben fand ich im Impressum einer Nicht-Google-Seite folgenden Text:
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

Was halten Sie von folgendem – noch nicht gefundenen – Text?

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass der Autor in der nächsten Woche Ihre Wohnung ausräumt und in der Bucht versteigert.

Mit der Nutzung des Zebrastreifens erklären Sie sich einverstanden, dass sie überfahren werden. Steht im Kleindrucken, zu finden auf dem mittleren Streifen der Querungshilfe. Gedruckt in hellgrauer 8pt Schrift.

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Comments

Was ist,

für dich, eine nicht Google-Seite?

Nicht-Google-Seite

was ich darunter vestehe? Eine Seite, die nicht direkt vom Google selber betrieben wird. Eine Seite, die nicht in der URI *google.* aufweist.

Ernst

da steht doch

Google Analytics
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (”Google”). ...

Google Adsense
Diese Website benutzt Google Adsense, einen Webanzeigendienst der Google Inc., USA (”Google”). Google Adsense verwendet sog. “Cookies” (Textdateien), ...

Du hast oder hattest doch auch Google-Ajax in deinen Seiten.

Zustimmung durch Nutzung

Was hat jetzt Google Adsense mit dem Thema zu tun?

Sobald

du was mit Google auf deiner Seite machst, Google Adsense oder Google Analytics, muss da folgender Selbstschutz im Impressum stehen:

Google AdSense und Google Analytics

Diese Website benutzt Google AdSense und Google Analytics, einen Webanzeigendienst der Google Inc., USA ("Google"). Google AdSense verwendet sog. "Cookies"(Textdateien), die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Nutzung der Website durch Sie ermöglicht. Google AdSense verwendet auch sog. "Web Beacons" (kleine unsichtbare Grafiken) zur Sammlung von Informationen. Durch die Verwendung des Web Beacons können einfache Aktionen wie der Besucherverkehr auf der Webseite aufgezeichnet und gesammelt werden. Die durch den Cookie und/oder Web Beacon erzeugten Informationen über Ihre Nutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) werden an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website im Hinblick auf die Anzeigen auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten und Anzeigen für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Das Speichern von Cookies auf Ihrer Festplatte und die Anzeige von Web Beacons können Sie verhindern, indem Sie in Ihren Browser-Einstellungen "keine Cookies akzeptieren" wählen (im MS Internet Explorer unter "Extras > Internetoptionen > Datenschutz > Einstellung"; in Firefox unter "Extras > Einstellungen > Datenschutz > Cookies"); wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

Wenn du Benutzerdaten speicherst:

Datenschutzbestimmungen

Jeder Zugriff auf meine Website und jeder Abruf einer auf der Homepage hinterlegten Datei werden protokolliert. Die Speicherung dient internen systembezogenen und statistischen Zwecken. Protokolliert werden: Name der abgerufenen Datei, Datum und Uhrzeit des Abrufs, übertragene Datenmenge, Meldung über erfolgreichen Abruf, Webbrowser und anfragende Domain. Zusätzlich werden die IP Adressen der anfragenden Rechner protokolliert.

Mag ja sein

dass ich meine Webseite mit diesem Graumuster füllen soll, aber ich bin mir zu 99% sicher, dass diese Sätze „Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie … einverstanden.“ vor Gericht kein Bestand haben. Kannst Du dich noch an die EULA erinnern, die in einen Plastikbeutel eingeschweißt war und in der es hieß „Durch die Öffnung erklären Sie … einverstanden.“? (Nach der Öffnung der Tüte konnte man den Text erst lesen.)

Oder sind wir schon so weit, dass das Aufsuchen einer X-beliebigen Seite als konkludentes Handeln für jeden Unsinn im Impressum angesehen wird?

Selbstschutz

schreibst Du.

Es gibt noch so ein Unsinn im Impressum, der sich dauerhaft hält: „Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links …“

Bevor man diesen „Disclaimer“ anbringt, sollte man das Urteil lesen. Möglicherweise geht einem anschließend ein Licht auf.

Den

Satz kenne ich auch, habe ihn jedoch noch nie verwendet, weil ich das Urteil nie gelesen habe und nicht auf etwas verweise, was mir unbekannt ist.

Museumsgegenstand

Hast Du schon einmal überlegt einen Antrag auf Einlieferung in ein Völkerkundemuseum zu stellen? So als aussterbende Spezie? ;-)

Letzte Nacht

stellte ich folgende These in den Raum:
Auf diesem Planeten gibt es 98% Trantüten, 1% Politiker und 1% Mitdenker, ich selber zähle mich zu den 1% Mitdenker oder den von dir beschriebenen: "aussterbende Spezie".

Mit

der EULA-Tüte hast du Recht, die Diskussion ging soweit:
"Muss ich jetzt das Impressum mit dem ganzen rechtlichen Geraffel als index.html schalten, damit der Benutzer, bevor er die Seite benutzt, weiß was ihn erwartet?"

Bis er sich zum Datenschutz durchgeklickt hat, steht schon eine Menge im Log-File oder er hat schon auf eine interessante Anzeige geklickt.

Da sich Anwälte gerne gegenseitig Arbeit verschaffen, kann man nur versuchen sich so Ärger zu ersparen.

56.000 Treffer bei Google mit: "Diese Website benutzt Google AdSense" können zwar irren, aber es schadet bestimmt nicht. Es werden mehr sein, weil ich genug Seiten kenne, die in den Meta-Tags folgendes stehen haben:

...
meta name="robots" content="noindex, nofollow"
meta name="googlebot" content="nosnippet"
meta name="robots" content="noarchive"
...

Recht im Unrecht

Dieser Textbaustein ist eine direkte Google Empfehlung, und tatsächlich werden wohl die allermeisten Seiten auf denen der Text steht, nicht indiziert werden.

Hier trifft die Natur an die Übernatur, oder die Rechtssprechung auf den technischen Aufbau des HTTP Protokolls und des Internets. Gerade Datenschützer schlagen Alarm bzgl. Analytics, dass auch ich auf dutzenden Seiten einsetze, weil ganz böse Informationen in die USA übertragen werden - ganz böse!

Hierunter fallen allerdings keine Kontobewegungen die persönlich mit Namen und Anschrift ausgelesen und bewertet werden (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,7950073,00.html), sondern ausschließlich technisch irrelevantes Zeug einer IP-Nummer, welches maschinell ausgelesen wird.

Wenn man Google Analytics dazu bewegen könnte ihren Dienst zur Terrorabwehr freizugeben, bräuchte man auch solche Disclaimer nicht - dann geht das mit höchster Akzeptanz.

Tatsächlich hat diese Angabe, im Gegensatz zum "Mit Urteil vom", bedingt gerichtlich Bestand, weil sie einen Kompromiss technischer Zumutbarkeit darstellt. Das widerrum ist wie mit der Quantenphysik: Das muss man nicht verstehen, das muss man hinnehmen!

Im Übrigen entscheidet über Recht und Unrecht zu allen Gesichtspunkten des Internet nicht eine niedergeschriebene Verordnung, ein Gesetz oder eine Verfassung, sondern immer der Gerichtsstand. Erfahrungsgemäß hat man, je nördlicher man kommt, verständnislosere Urteile. Während in Berlin oder Hamburg eine IP Adresse ein eindeutig personenbezogenes Datum darstellt, ist sie es im Landgericht München nicht.

Die größten Abmahner sind übrigens hier nicht die Anwälte ohne Arbeit, sondern die hiesigen Datenschutzvereine.

Danke,

für die diese Ausführung, ich hätte im Laufe der Nacht etwas ähnliches verfasst.

Und gegen Datenschutzvereine habe ich nix, STASI 2.0 und Zensursula sind auch nicht so mein Ding.

Aber den Google Kram musste auch ich bei mir einbauen, sonst hätten sie mir die Zusammenarbeit gekündigt.

Kündigung

Wer hätte wem gekündigt? Verstehe ich nicht.

Von

Google kam eine Email, mit Aufforderung in mein Impressum den "Grauschleier"-Text zu integrieren. Wenn ich dieser Aufforderung nicht nachkommen würde, dann würde das zur Beendigung des Geschäftsverhältnisses führen oder es währe ein Verstoß gegen deren AGB. Zumindest habe ich den schlecht übersetzten Text so verstanden. Da ich nicht auf die Einnahmen dieser Suchmaschine verzichten möchte, habe ich den Text gesetzt. Google Analytics werde ich nie benutzen, daher fehlt der Passus auf meinen Seiten.

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