Während am Holunderweg die Bauarbeiter mit Randale klarkommen müssen, rostet die stählerne Bogenbrücke der ehemaligen Ronsdorf-Müngstener-Eisenbahn weiter vor sich hin. Seit genau 2 Jahren ist das Unterfahren der Querungshilfe wegen Einsturzgefahr verboten. Was mit ihr passieren soll? Mir ist es nicht gelungen, dies in Erfahrung zu bringen. Ich werde von den mannigfaltigen Stadtdiensten immer an einen anderen verwiesen. So ist das, wenn für jeden Scheiß jemand anders zuständig ist - und hinterher will es wieder keiner gewesen. Jeder entscheidet nach Aktenlage (aus).
Aktenlage, ich habe da ein Bild im Kopfe …
Brücke der RME an der Grunenburg: (Postkarte 1911 gelaufen, Robert Fürst, Burg a.d. Wupper)
Die Gebäude links im Bild gehören zur Ortschaft Grunenburg. Der Fotograf stand auf der linken Wupperseite.
Links:
Hier noch der Gegenschuss auf den „Bahnhof Müngsten“:
Bahnhof Müngsten: (Verlag unbekannt, Aufnahme vermutlich um 1917) Es würde mich nicht wundern, wenn der Fotograf der ersten Abbildung seine Kamera im Dachgeschoss des bildmittigen Hauses aufgebaut hatte.
Nachtrag: Auf Wunsch eines einzelnen Herren hier ein Foto aus der Gegenwart. Es zeigt in etwa die Aufnahmesituation der ersten Postkarte. Das mittige Haus der zweiten Postkarte stand ungefähr dort, wo der Bagger werkelt.
Blick von Müngsten Richtung Grunenburg: (Aufnahme April 2010)
Warum man die erste Aufnahmesituation heute nicht wiederholen kann, zeigt das nächste Foto:
Blick in Richtung Grunenburg: (August 2010)
Statt Wiese mit Heureitern werden an gleicher Stelle heute motorbetriebene Kutschen abgestellt.
Was macht man am Vatertag, wenn man selber kein Vater ist? Man krallt sich den Nachbarblogger und knipst zur Blauen Stunde die letzte Woche offiziell eingeweihte Wupperbrücke in der Kohlfurth:
Kohlfurther Bogenbrücke: während der Blauen Stunde
Hat jemand eine Idee, warum man die gerade aufwändig restaurierten Bogenbrückenteile jeweils an einer Stelle im oberen Bereich auseinandergeschweißt hat? Immerhin klafft auf beiden Seiten jetzt jeweils ein 2 Zentimeter breiter Luftspalt.
und schon wieder weg
Es wird endlich Zeit, dass ich es nachliefere; ansonsten wird das nichts mehr:
Am Freitag, den 12. März entfernte ein Kran in den frühen Morgenstunden die verbliebenen Brückenreste.
Fußgängerbrücke: über den ???-Bach
Pressemitteilung aus dem Solinger Rathaus:
Zwei Fußgängerbrücken gesperrt
(pa) Zwei Fussgängerbrücken werden am kommenden Dienstag gesperrt, weil sie nicht mehr ausreichend standsicher sind. Dies ergab eine Überprüfung durch Mitarbeiter des Technischen Betriebs Straßen und Grün. Hinweisschilder werden auf die Sperrung aufmerksam machen und eine Umgehungsmöglichkeit empfehlen. Eine der Brücken führt am Enderskotten über den Weinsberger Bach, die andere in Verlängerung der Straße „Delle“ über den Nacker Bach. Die Brücke Enderskotten liegt am relativ wenig genutzten Verbindungsweg zum Johänntgesbruch und ist zudem leicht zu umgehen.
Die Brücke an der Delle liegt außerhalb des öffentlichen Wegenetzes im Landschaftsschutzgebiet. Sie erschließt auch keine bebauten Grundstücke.
In den nächsten Wochen soll darüber entschieden werden, ob die Brücken repariert oder erneuert werden, oder ob sie eventuell verzichtbar sind.
Kann sich noch jemand an die Fußgängerbrücke an der Papiermühle erinnern? Oder die Eisenbahnbrücke an der Grunenburg? Der Abriss der Brücken an der Brückenstraße und am Holunderweg ist beschlossen.
So kam es mir in den Sinn, als ich den Artikel Solingen: Bahn: Müngstener Brücke ist standsicher (RP ONLINE, 01.02.2010) las.
Müngstener Brücke: Es gibt Brücken, die sind rot gestrichen, hier ist es echter Rost
„Die Brücke war nicht gesperrt und wird nicht gesperrt!“
„Wie lange die Standsicherheit gewährleistet ist, und wann über 110 Jahre alter Stahl an seine Ermüdungsgrenze stößt, das weiß keiner.“
Wie kann man mir ruhigem Gewissen behaupten, dass die Brücke standsicher ist und gleichzeitig nachtexten, dass keiner weiß, wann der Stahl nicht mehr will?
Siehe auch: Zukunft der Müngstener Brücke gesichert
Brücke Kohlfurth: Der Neubau gedeiht
Brücken scheinen nicht nur in Solingen ein Daueraufreger zu sein. Beispiel: Die Wülfing-Brücke in Dahlerau (Radevormwald).
In Solingen bleibt derzeit positiv zu vermelden, dass der Neubau in der Kohlfurth Fortschritte macht. Angeblich wird derzeit die Montage der markanten Fachwerkträger vorbereitet. Eingeschlafen hingegen ist offensichtlich die zuvor emsig tätige Bürgerinitiative Kohlfurther Brücke?
Negativ schlägt ins Kontor der drohende Abriss der über die Bahnstrecke Köln–Solingen führende Fußgängerbrücke (1906 erbaut) am Holunderweg. Auch wenn in der Presse und auf der Seite einer Bürgerinitiative behauptet wird, dass der Klingenpfad über die Brücke führen würde, … seit einiger Zeit ist diese Streckenführung schon geändert.
Kann sich noch jemand an die seit 2004 gesperrte Brücke an der ehemaligen Papiermühle erinnern? Bin gespannt, wann die Zugangswege entwidmet werden.
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