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Sonntag in der City

Nicht wirklich, war nur die Kölner Straße vom Bahnhalt Solingen-Grünewald bis zum Kreisverkehr.

Aber zuvor das obligatorische Foto für die Stammleser:
Hohenscheid am 20. August 2017: sah stark nach Regen ausHohenscheid am 20. August 2017: sah stark nach Regen aus

Mich interessierte das neue Kunstprojekt von Kayo Karacho am ehemaligen Produktionsgebäude der Firma Felix (Kölner Straße 2, 2a). Es geht um dieses Hochhaus, welches einst eine Fabrik war und in ein modernes Hotel gewandelt werden soll.

Kölner Straße 2a: raumvisionKölner Straße 2a: raumvision

Hochhaus und Fabrikation?
Ja, so etwas kenne ich nur aus den Nachrichten, wenn in Indien oder Bangladesch mal wieder eine Näherei zusammen bricht.

Die Solinger Märchenpost berichtete am 29. Juli 2017: Felix-Haus: Hotelpläne mit Denkmalschutz

Hier die Nordseite:
raumvision: the anker has landedraumvision: the anker has landed

Westseite:
Das Felix-Gebäude: von der Kölner Straße aus gesehenDas Felix-Gebäude: von der Kölner Straße aus gesehen

die Südseite des Felix-Gebäudes: eher im Originalzustanddie Südseite des Felix-Gebäudes: eher im Originalzustand

Felix GraffitoFelix Graffito
Details:
Die richtig guten Dinge werden durch Zäune versteckt.

62.62.

Felix Graffito -- OstseiteFelix Graffito -- Ostseite

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Anderes Kapitel
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Mehrhaare: dümmer geht es kaumMehrhaare: dümmer geht es kaum
Die Fachkräfte für die Pflege des Kopfhaares und die Gestaltung der Frisur sind ja dermaßen erfinderisch -- was den Namen ihres Ladens betrifft!

Was mir positiv aufgefallen ist?
Am Haus Kölner Straße 10 werkelt man

Kölner Straße 10 - WestseiteKölner Straße 10 - Westseite

Das wuchernde Grün wurde entfernt.

Ausser BetriebAusser Betrieb

Manche Dinge funktionieren wunderbar, wenn man sie einfach entfernt.

Der Goldesel am Drei-EckDer Goldesel am Drei-Eck

Altes Wegemal von 1954 instandgesetzt

Die Stadt Solingen lässt mit "16.10.2013 - 572 / pe" verlauten:

Solingen: im Jahre 2004 an der Burger LandstraßeSolingen: im Jahre 2004 an der Burger Landstraße

Es markierte die Stadtgrenze zu Burg

An der Burger Landstraße, unweit der Hofschaft Jagenberg, steht ein nostalgisch wirkendes Ortschild „Solingen" am Straßenrand. Mitten im Solinger Stadtgebiet stehend macht es an dieser Stelle eigentlich keinen Sinn. Des Rätsels Lösung: Als es im Jahr 1954 entstand, markierte es die Grenze zwischen der kreisfreien Stadt Solingen und der Stadt Burg im Rhein-Wupper-Kreis. Das Wegemal war seinerzeit nur eines aus einer ganzen Reihe gleichartiger Stahlskulpturen, die die Grenzen der Klingenstadt zierten. Der Entwurf stammte von dem Solinger Gewerbe-Oberlehrer Artur Wasserloos: Drei Stahlrohre, die aus dem Achsenloch eines Schleifsteines empor wachsen, tragen eine Kartusche mit dem Städtenamen und darüber das Solinger Wappen mit Anker und Schwert.

Der Rhein-Wupper-Kreis wurde 1975 im Rahmen einer Gebietsreform aufgelöst, Burg an der Wupper kam zur Nachbarstadt Solingen. Ausgerechnet an dieser vergessenen „innerstädtischen Grenze" hat sich das Wegemal als letztes seines Stammes erhalten. Auf einen Hinweis des Stadtarchives hin hat jetzt die Werkstatt des Dienstleistungsbetriebs Gebäude der Stadt Solingen (DBSG) das stark verrostete „Kleindenkmal" mit einem frischen Anstrich versehen.

Stark verrostet ? Unsinn, der Lack blättert ab !
Es markiere die Stadtgrenze zu Burg ? Dazu steht es leider auf der falschen Straßenseite. Wenn es etwas markiert, dann die Grenze zur Stadt Solingen. Sinn machen oder ergeben ?

An der Wipperauer Straße gab es noch bis vor ein paar Jahren Reste einer weiteren Befestigung:

Tragwerk: ohne WegemarkeTragwerk: ohne Wegemarke

Das „Kleindenkmal" mit dem frischen Anstrich werde ich die Tage nachreichen. Was ich bisher auf Fotos gesehen habe …

Warum das „Kleindenkmal" einen neuen Anstrich bekommen hat, da habe ich eine ganz andere Theorie. Hatten die Macher des Hofgarten – der jetzt die Tage frisch an den Start geht – sich nicht vor Jahren bei meinem Nachbarblogger Olsen bei genau diesem Motiv unerlaubt bedient ?

Nachtrag 19.10.2013:

Das  renovierte Wappen: an der Burger Landstraße - Fahrtrichtung Innenstadt SolingenDas renovierte Wappen: an der Burger Landstraße - Fahrtrichtung Innenstadt Solingen

Kann es sein, dass hier Excalibur, das Schwert des mythischen Königs Artus, in der Erde steckt.

WegedenkmalWegedenkmal

Mülleimer werden Kunstobjekte

Bin gespannt, was die Stadt da wieder ausbrütet:

die Drei von den Mülltonnendie Drei von den Mülltonnen

(Pressemeldung)

Grau oder grün – das ist die übliche Farbe der Mülltonnen. Bunt gestaltet werden sie nicht nur zu Hinguckern, sondern zu richtigen Kunstwerken. Insgesamt 12 Abfallsammler werden von der Kreativwerkstatt „Hand in Hand“ mit Sitz in der Solinger Nordstadt gestaltet. Die ersten drei hat die Künstlerin Sonja Koesling bereits fertig gestellt, sie werden nun in der Nordstadt montiert.

Die Aktion soll dazu beitragen, das Stadtbild zu verschönern. Initiiert wurde sie vom Solinger Bündnis für Familien mit seiner Projektgruppe „Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum“ in Zusammenarbeit mit dem Familienbüro und den Stadtdiensten Natur und Umwelt sowie Sport. Zugrunde liegt die Erfahrung, dass gestaltete Flächen seltener Ziel für illegale Plakatkleber und Sprayer werden.

Im Gespräch mit der Künstlerin hatten die Beteiligten Ideen zur Umsetzung des Vorhabens entwickelt. Koordiniert und finanziert wird das Projekt vom Familienbüro.

Liebe Stadt, seit wann haben wir grüne Tonnen?

Am Donnerstag, 14. März, wird die erste gestaltete Mülltonne am Spielplatz Burgstraße aufgestellt.
Bin auf das Ergebnis gespannt.

Im Südpark hat man schon einmal etwas in diese Richtung versucht.

künstlerisch gestalteter Abfallbehälter: im Südparkkünstlerisch gestalteter Abfallbehälter: im Südpark

Nachtrag: 26.03.2013

Ich muss gestehen, dass ich diesen Kinderspielplatz in der Nordstadt bisher nicht kannte. Nein, es war nicht die Vorspeler-Anlage gemeint. Neuerdings steht auch einer dieser künstlerisch gestalteten Tonnen an der Korkenziehertrasse am alten Nordbahnhof. Hier ein Foto davon:

Kunst-AbfalleimerKunst-Abfalleimer

Im Solinger Tageblatt gab es am 15. März 2013 zu diesem Thema einen Bericht unter der Überschrift „Monster“ kämpfen für sauberere Nordstadt

Erst jetzt entdeckt

Müngstener Brücke, ertastbarMüngstener Brücke, ertastbar

Im Müngstener Brückenpark wurde am 16. November 2012 ein für Blinde und Sehbehinderte les- und tastbares 3D-Modell eröffnet. Auf Fingerspitzen kann so durch die Landschaft der Wupperberge zwischen Schloss Burg und Müngsten gewandert werden. Der Verlauf der Wupper, Wälder, Felswände und die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands können so im wahrsten Sinne des Wortes begriffen werden. Auch für sehende Besucher bietet das Modell eine neue Perspektive auf die Landschaft. Alle Informationen sind in Blindenschrift (Braille) und auch als Text für Sehende und Sehbehinderte integriert.

3D-Modell Wupperberge rund um die Müngstener Brücke3D-Modell Wupperberge rund um die Müngstener Brücke

Das Modell ist 2 Meter groß und hat einen Maßstab von 1:2.000. Seine Realisierung war Bestandteil des Projekts „Flüsterwald – Erlebnisse in wertvoller Natur“ und wurde in enger Zusammenarbeit mit Blinden- und Sehbehindertenverbänden entwickelt.

Schriftzug Brückenpark Müngsten: auch in  Blindenschrift (Braille)Schriftzug Brückenpark Müngsten: auch in Blindenschrift (Braille)

Das 3D-Modell des Müngstener Brückenparkes und seiner UmgebungDas 3D-Modell des Müngstener Brückenparkes und seiner Umgebung

Haus Müngsten unter der Brücke: von der gepflasterten Seite aus gesehenHaus Müngsten unter der Brücke: von der gepflasterten Seite aus gesehen

Haus Müngsten, WiesenseiteHaus Müngsten, Wiesenseite

Nachtrag: 26.6.2013
Der Designer dieses barrierefreien Orientierungssystems hat mich auf eine interessante Seite aufmerksam gemacht, die ich gerne verlinke: Dokumentation barrierefreies Orientierungssystem für den Müngstener Brückenpark.
Danke für den Hinweis.

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